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Google Fonts Checker · googleapis.com & gstatic.com · kostenlos

Google Fonts Check — DSGVO-konforme Einbindung prüfen

Prüfen Sie kostenlos, ob Ihre Website Schriftarten extern von Google-Servern lädt. Der Checker durchsucht Ihren Quellcode nach fonts.googleapis.com und fonts.gstatic.com und zeigt die Fundstellen — Ergebnis in unter einer Minute, ohne Anmeldung.

Komplett kostenlos · 87 Prüfpunkte

Automatisierte Prüfung. WebPrüfer prüft technisch erkennbare Merkmale und ersetzt keine anwaltliche oder rechtliche Prüfung — die Ergebnisse dienen der Orientierung.

Was der Google Fonts Check macht

Der Check beantwortet eine einzelne, klar umrissene Frage: Lädt Ihre Website Schriftarten von Google-Servern, oder liegen sie lokal bei Ihnen? Dazu wird der ausgelieferte Quellcode Ihrer Seite abgerufen und nach Verweisen auf fonts.googleapis.com und fonts.gstatic.com durchsucht — in Stylesheet-Einbindungen, in Preconnect- und Prefetch-Angaben und in Inline-Styles.

Wird etwas gefunden, bekommen Sie die konkrete URL angezeigt. Das ist der praktisch nützliche Teil: Sie können damit direkt im Quelltext oder in Ihrem CMS nach der Stelle suchen, statt zu raten, welches Plugin die Einbindung erzeugt.

Die Prüfung ist kostenlos, braucht keine Anmeldung und läuft in unter einer Minute — als Teil eines vollständigen Scans mit insgesamt vielen weiteren Prüfungen.

Google Fonts und DSGVO: worum es geht

Wenn eine Seite Schriftarten von einem fremden Server lädt, geschieht das nicht auf Ihrem Server, sondern im Browser Ihres Besuchers. Dieser baut selbst eine Verbindung zu Google auf und übermittelt dabei die Angaben, die bei jeder HTTP-Anfrage anfallen: IP-Adresse, User-Agent, in der Regel auch die Referrer-Information, also von welcher Seite der Aufruf kommt. Die IP-Adresse gilt dabei als personenbezogenes Datum.

Das Landgericht München I hat im Januar 2022 (Az. 3 O 17493/20) in einem Einzelfall entschieden, dass eine solche Übermittlung ohne Einwilligung das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Betroffenen verletzt hat, und dem Kläger einen Schadensersatzanspruch zugesprochen. In der Folge wurde das Thema in Deutschland breit aufgegriffen und externe Font-Einbindungen zählten in den Jahren danach zu den häufig beanstandeten Punkten.

Für die Praxis ist die Lage vergleichsweise entspannt, weil es eine saubere Lösung gibt, die nichts kostet und keine Nachteile bringt: die Schriften lokal auszuliefern. Wir bewerten Ihren Einzelfall hier nicht rechtlich — der Check zeigt Ihnen den technischen Ist-Zustand, die rechtliche Einordnung gehört in anwaltliche Hände.

So funktioniert der Check

  1. Geben Sie Ihre URL oben in das Formular ein und starten Sie die Prüfung.
  2. WebPrüfer ruft Ihre Seite auf und analysiert den ausgelieferten Quellcode.
  3. Gesucht wird nach Verweisen auf fonts.googleapis.com und fonts.gstatic.com — in Stylesheets, Preconnect-Angaben und Inline-Styles.
  4. Sie erhalten den Status und, bei einem Treffer, die konkreten Fundstellen mit URL.

Der Google-Fonts-Test ist Teil des vollständigen Scans mit 87 Prüfungen. Sie bekommen im selben Durchlauf auch Impressum, Datenschutzerklärung, Cookies, SSL, SEO und Barrierefreiheit mit.

Google Fonts lokal einbinden — der Weg zum Self-Hosting

Der Ablauf ist in allen Systemen derselbe. Zuerst stellen Sie fest, welche Schriftfamilien und Schnitte Sie tatsächlich verwenden — häufig sind über die Jahre mehr eingebunden worden als genutzt werden. Dann laden Sie genau diese Schnitte im modernen Format WOFF2 herunter und legen sie in Ihrem Projekt ab.

Anschließend definieren Sie die Schriften per @font-face in Ihrem Stylesheet und verweisen auf die lokalen Dateien. Sinnvoll ist dabei font-display: swap, damit Text sofort sichtbar ist und nicht erst nach dem Laden der Schrift erscheint. Für die wichtigsten Schnitte lohnt zusätzlich ein preload im Kopfbereich.

Zum Schluss entfernen Sie die alten externen Einbindungen — und zwar vollständig, inklusive der preconnect-Zeilen, die oft übersehen werden. Ein erneuter Scan zeigt Ihnen, ob wirklich nichts mehr übrig ist.

Wo externe Schriften typischerweise übrig bleiben

Das häufigste Szenario in der Praxis: Die Einbindung wurde im Theme entfernt, der Check meldet trotzdem einen Treffer. Der Grund ist fast immer, dass eine zweite Stelle die Schrift nachlädt. Diese Liste deckt die üblichen Verdächtigen ab:

  • Theme- und Child-Theme-Vorlagen (header.php, functions.php)
  • Plugins und Erweiterungen mit eigenem Schrift-Aufruf
  • Page-Builder-Elemente mit individueller Typografie
  • Eingebettete Formulare, Chat- oder Buchungs-Widgets
  • Icon-Bibliotheken, die Schriftdateien nachladen
  • Zurückgebliebene preconnect- oder dns-prefetch-Verweise im <head>
  • Inline-Styles mit @import auf fonts.googleapis.com

Der Check nennt Ihnen die gefundene URL. Wenn Sie diese in der Dateisuche Ihres Projekts oder im Quelltext der ausgelieferten Seite suchen, finden Sie die verursachende Stelle meist in wenigen Minuten.

Google Fonts in der Datenschutzerklärung

Wenn Sie externe Schriften bewusst weiter einsetzen, gehört der Vorgang beschrieben: welcher Dienst eingebunden ist, welche Daten dabei an wen übermittelt werden, auf welcher Grundlage das geschieht und wie Betroffene widersprechen können. Eine Beschreibung allein schafft allerdings keine Rechtsgrundlage — üblich ist in diesem Fall eine vorherige Einwilligung über das Consent-Tool, sodass die Schriften erst nach Zustimmung geladen werden.

Umgekehrt gilt: Wenn Sie auf Self-Hosting umgestellt haben, sollte der alte Absatz aus der Datenschutzerklärung verschwinden. Ein Text, der eine Übermittlung an Google beschreibt, die gar nicht mehr stattfindet, ist ebenso unpassend wie ein fehlender Hinweis. Nach jeder technischen Änderung lohnt ein Blick auf die Dokumentation.

Der vollständige Scan prüft die Datenschutzerklärung ergänzend auf Vollständigkeit und darauf, welche externen Dienste auf Ihrer Seite tatsächlich gefunden wurden — das macht Abweichungen zwischen Beschreibung und Realität sichtbar.

DSGVO-Check: Datenschutzerklärung und Tracking prüfen

Häufige Fragen zu Google Fonts und DSGVO

Was prüft der Google Fonts Checker?
Der Google Fonts Checker analysiert den ausgelieferten HTML-Quellcode Ihrer Website und sucht nach Verbindungen zu fonts.googleapis.com und fonts.gstatic.com. Erfasst werden eingebundene Stylesheets, Preconnect- und Prefetch-Verweise sowie Einbindungen innerhalb von Inline-Styles. Gefundene Stellen werden mit der jeweiligen URL aufgelistet, sodass Sie sie im Quelltext wiederfinden.
Warum sind extern geladene Google Fonts datenschutzrechtlich heikel?
Werden Schriftarten direkt von Google-Servern geladen, stellt der Browser Ihres Besuchers bei jedem Seitenaufruf eine Verbindung dorthin her und übermittelt dabei unter anderem seine IP-Adresse. Das LG München I hat im Januar 2022 entschieden (Az. 3 O 17493/20), dass eine solche Übermittlung ohne Einwilligung im dort entschiedenen Fall als Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht zu werten war. Seitdem gilt die externe Einbindung als vermeidbares Risiko.
Was ist der Unterschied zwischen fonts.googleapis.com und fonts.gstatic.com?
Über fonts.googleapis.com wird das CSS geladen, das die Schriftart definiert. Die eigentlichen Schriftdateien liegen anschließend auf fonts.gstatic.com. Beide Domains führen zu einer Verbindung mit Google-Servern. Deshalb prüft der Check beide — es kommt vor, dass nur eine von beiden entfernt wurde und die andere im Code stehen bleibt.
Wie binde ich Google Fonts DSGVO-konform ein?
Der übliche Weg ist Self-Hosting: Sie laden die benötigten Schriftschnitte einmalig herunter, legen sie auf Ihrem eigenen Server ab und binden sie per @font-face in Ihr Stylesheet ein. Damit verlässt keine Besucher-IP mehr Ihren Server. Für gängige Systeme gibt es dafür fertige Wege — bei WordPress etwa entsprechende Plugins oder Theme-Einstellungen, bei modernen Frameworks integrierte Font-Optimierungen.
Reicht es, Google Fonts in die Datenschutzerklärung aufzunehmen?
Eine Erwähnung in der Datenschutzerklärung beschreibt den Vorgang, ersetzt aber nicht die Rechtsgrundlage für die Übermittlung selbst. Wer extern einbindet, arbeitet in der Praxis mit einer vorherigen Einwilligung über das Consent-Tool — dann dürfen die Schriften erst nach Zustimmung geladen werden. Deutlich einfacher ist es, das Thema durch Self-Hosting ganz aufzulösen. Die Bewertung Ihres konkreten Falls ist eine rechtliche Frage.
Ich habe Google Fonts entfernt — warum meldet der Check sie trotzdem?
Meist steckt der Rest an einer Stelle, an die man nicht denkt. Häufige Fundorte sind Theme-Vorlagen und Child-Themes, Plugins mit eigenem Font-Aufruf, Page-Builder-Elemente, ein eingebettetes Kontaktformular oder ein Chat-Widget, eingebundene Icon-Bibliotheken sowie ein zurückgebliebener Preconnect-Verweis im Kopfbereich. Der Check nennt die gefundene URL, das hilft bei der Suche im Quelltext.
Was ist mit Google Fonts über einen Page-Builder oder ein Plugin?
Für den Browser macht es keinen Unterschied, wer die Einbindung erzeugt hat. Auch wenn ein Plugin oder Page-Builder die Schrift lädt, geht die Anfrage an Google. Viele Erweiterungen bieten inzwischen eine Option, Schriften lokal auszuliefern; wo das fehlt, hilft ein Plugin, das externe Font-Aufrufe automatisch umleitet und die Dateien lokal ablegt.
Betrifft das nur Google Fonts oder auch andere externe Dienste?
Das Prinzip ist dasselbe bei allen externen Einbindungen: eingebettete Videos, Kartendienste, Icon-Bibliotheken, CDN-gehostete Skripte oder Chat-Widgets. Jede dieser Verbindungen überträgt beim Seitenaufruf die IP-Adresse Ihres Besuchers an einen Dritten. Der vollständige Scan sieht sich diese weiteren Einbindungen ebenfalls an.
Ist der Google Fonts Check kostenlos?
Ja. Die Prüfung ist vollständig kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar. Sie erhalten in unter einer Minute das Ergebnis, zusammen mit den übrigen Prüfungen aus dem vollständigen Scan.
Wirkt sich Self-Hosting auf die Ladezeit aus?
In der Regel positiv oder neutral. Der früher genannte Vorteil eines geteilten Browser-Caches über Websites hinweg besteht nicht mehr, seit Browser ihren Cache pro Website trennen. Lokal ausgelieferte Schriften sparen dafür den zusätzlichen DNS-Lookup und Verbindungsaufbau zu einer fremden Domain. Wichtig ist, nur die tatsächlich genutzten Schnitte und Zeichensätze einzubinden.

Nicht nur Google Fonts — 87 Prüfungen auf einmal

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